Neurophysiologie

Unsere Therapiemöglichkeiten im Bereich der Neurophysiologie

Durch spezielle Fortbildungen und Schulungen können wir Ihnen in unserer Praxis E-Technik nach Peter Hanke, Bobath für Erwachsene und PNF als 3 verschiedene Formen der Neurophysiologie anbieten.


E-Technik nach Peter Hanke

Was genau ist E-Technik?

Die Behandlungsmethode E-Technik ist neurophysiologische physiotherapeutische Therapie auf entwicklungskinesiologischer Basis und definiert in ihrer wesentlichen Aussage das Prinzip qualifizierter Fortbewegung.

Die Technik wurde von Peter Hanke als eine ganzheitliche Behandlungsmethode zur krankengymnastischen Behandlung für Kinder und Erwachsene entwickelt.
Die Methode ist ein eigenständiges, an und Bewegung orientiertes Therapieprogramm und bei allen Erkrankungen des Nerven- und Bewegungssystems individuell anwendbar.

E-Technik  ist ein Behandlungsverfahren, daß bei bewußter Ausnutzung der vorhandenen Bahnungs – und Hemmungsmechanismen des Nervensystems unter Berücksichtigung der motorischen und sensorischen Entwicklung in der Lage ist, gestörte Bewegungsmuster zu verändern und zu ökonomisieren.
Als Behandlungskonzept orientiert sich E-Technik  an der sensomotorischen und psychischen Entwicklung des Menschen im 1. Lebensjahr.

Dieses therapeutische Vorgehen ist im Fachbereich der NEUROLOGIE angezeigt, bei cerebral und spinal bedingten Bewegungsstörungen, bei peripheren  sowie atrophischen und dystrophischen Muskelveränderungen im Kindes- und Erwachsenenalter.

E-Technik  findet im Fachbereich der ORTHOPÄDIE bei Patienten mit Wirbelsäulen- Schulter- Arm-Hüfte- Knie- Fußproblematiken ihre Anwendung.

E-Technik  findet im Fachbereich der INNEREN MEDIZIN bei Patienten mit Herzkreislauf- Gefäßerkrankungen, Rheuma und Atemwegserkrankungen ihre Anwendung. Neben den primären Zielen verbesserter motorischer Programmierung werden u.a. Wahrnehmung, Kognition, sowie emotionale und soziale Stabilität unterstützt.

Das Behandlungsverfahren geht von unterschiedlichen, an der Realmotorik orientierten Ausgangspositionen aus und ermöglicht durch den Einsatz verschiedener proprioceptiver Fazilitationen eine Beeinflussung der pathologisch veränderten Haltungs- und Bewegungsmuster.

Hierbei macht sich E-Technik  über bestimmte Lagereaktionen, Schlüsselpunkte und/oder Aktionsverstärker( Auslösungszonen ) das Antigravitationspotential zur Wiedererlangung realmotorischer Funktionsmuster zu Nutze.

Dementsprechend ist E.- Technik eine integrative, komplexe an den Aufrichtungsmechanismen des Menschen orientierte neurophysiologische ganzheitliche Therapiemethode in der Kinder- und Erwachsenenbehandlung.


Bobath-Therapie für Erwachsene

Die Methode wurde von Berta Bobath, Krankengymnastin und ihrem Mann, Dr.Karel Bobath, Neurologe, entwickelt.

Nach dem Bobath-Behandlungskonzept werden Erwachsene behandelt, die aufgrund einer f Hirnschädigung bewegungsgestört sind (Spastiker, Athetotiker, Parkinson, u.a.).

Während der Behandlung lernt der Patient unter den Händen des Therapeuten normale Bewegungsabläufe am eigenen Leib kennen. Die durch die Schädigung vorhandenen abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster müssen gehemmt werden, damit willkürliche, koordinierte Bewegungen ausgeführt werden können.

Die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gleichgewichtsübertragungen von einer auf die andere Körperseite, stehen im Vordergrund der Behandlung.

Pathologische Bewegungen werden gehemmt  zugunsten einer normalen Bewegungsbahnung.

Optische, akustische und taktile Stimulation (Tapping, Druck und Zug) werden in die Behandlung mit einbezogen (sensomotorisches Training).

Der Behandlungsbeginn wird möglichst frühzeitig angestrebt, um die Hirnfunktion  günstig zu beeinflussen.

Die Behandlung nach Bobath wird in der Erwachsenen-Therapie angewandt, bei allen Bewegungsstörungen, die durch Hirnschädigungen hervorgerufen werden (z. B. Halbseitenlähmungen, Hirntumoren, Hirnverletzungen).


PNF

PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur.

Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.

Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt.

Sie basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien, die von Sherrington, Hellebrandt, Pavlow u. a. beschrieben wurden. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.

Die Bewegungsmuster (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers.

Überwiegend sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig, obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Sie verlaufen dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur spiralig angelegt ist.

Mit diesen definierten Bewegungsmustern und bestimmten Techniken wird therapeutisch gearbeitet. Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt.

ln einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, kommt es zu den erwarteten Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder auch -entspannung. (Anbahnung bzw. Erleichterung einer Bewegung).

Ziele der Anwendung sind:

  • Muskeltonusstörungen normalisieren (Spastik herabsetzen, schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren=fazilitieren)
  • Mobilitätsförderung
  • Förderund der dynamischen Stabilität, Ausdauer,Kraft
  • Fördern der Geschicklichkeit, Koordination

Die Auswahl und Durchführung der Pattern und Techniken richten sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie erfaßt den Menschen ganzheitlich und setzt immer bei seinen stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen im Sinne der motorisch normalen Funktionen zu erreichen. Auch psychologisch bedeutet dieser Therapieansatz, daß der Patient seine Stärken erspürt und positiv motiviert gezielte Aktivitäten aufbauen kann.


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